FDP Waldbröl

FDP kritisiert Pläne des Merkur-Areals

Weniger Grünfläche als zuvor!

Am Dienstagabend wurde das Konzept für die Neugestaltung des Merkur-Areals veröffentlicht. Hierzu nimmt die FDP Waldbröl Stellung:

„Wir Waldbröler Liberalen lehnen das Konzept in dieser Form ab. Wir haben uns immer dafür eingesetzt, einen Platz zu erhalten, welcher Aufenthaltsqualität für Jung und Alt bietet. Das vorgeschlagene Konzept ist städtebaulich nicht zu verstehen. Auch wir sind für zentrumsnahen Wohnungsbau, aber nicht in dieser Größenordnung. Wir gehen davon aus, dass die Stadt Waldbröl keine Investoren finden wird, die sozialverträglich und nachhaltig diese Planung umsetzen. Die Folge davon wird ein zweites Projekt Merkur sein“, so der Fraktionsvorsitzende Herbert Greb.

Der Sprecher für den Bauausschuss der Ratsfraktion, Reinhard Grüber führt aus: „Wir haben Grünfläche gefordert. Das was dieses Konzept beinhaltet ist aber kaum Grünfläche, sondern zum größten Teil sind dies versiegelte Flächen. Waldbröl ist die Stadt im Grünen – das wurde in dem Konzept aber nicht berücksichtigt. Um genug Leute anzusprechen, dass dieser Ort dauerhaft genutzt wird, schlagen wir Ergänzungen vor, die diese Planung verbessern würden.

  • Zum einen werben wir dafür, einen Spielplatz, vorzugsweise mit einem Wasserspiel einzurichten. Hier haben die Eltern mit ihren Kindern einen zentralen Spielplatz im Ortskern, welcher für jeden erreichbar ist. Hierdurch wird versucht, den Abbau der vorhandenen Parallelgesellschaften in Waldbröl anzugehen. Die Eltern und die Kinder der verschiedensten Kulturen können so zusammengebracht werden.
  • Des Weiteren fordern wir eine Boccia-Bahn und ein Feld mit Freiluftschach. Insbesondere eine Boccia-Bahn, welche öffentlich zugänglich ist, fehlt Waldbröl bisher.
  • Wir stellen uns vor, dass es Ruhezonen in dem Park geben soll. Ein Park ist ein Ort der Erholung. Sich fernab der Geräuschkulisse der Kaiserstraße gemütlich auf eine Bank zentrumsnah ins Grüne setzen zu können ist ein Hauch von Wohlgefühl.
  • Unsere Fraktion regt an, zu prüfen, ob die Fläche der Freiluftbühne so präpariert werden kann, im Winter eine Eislaufbahn zu errichten.
  • Letztlich geben wir von Anfang an zu bedenken, dass die Verwaltung sich um ein eigenes Konzept für die öffentlichen Toiletten vor Ort kümmern muss. Eine Toilette im Stadtkern, welche nicht gepflegt und hygienisch reingehalten wird, verschandelt nicht nur das Stadtbild, sondern sorgt auch dafür, dass viele Besucher dem Ort fern bleiben.

Positiv sehen wir die Planung einer Tiefgarage. Insbesondere wegen dem dort vorliegendem Höhenunterschied bietet sich dies an. Hinzu kommt, dass die Fläche optimal genutzt wird und im Zentrum der Stadt keine weitere große Fläche für Parkraum verbaut werden muss.“